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Eine Kolumne von Meret Sandmann

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Fitness ohne Schnickschnack: Warum Protein und Krafttraining den Unterschied machen

Wie die Hindustan Times berichtet, hat Raj Ganpath aus Chennai, Gründer der Slow Burn Method und Autor von „Simple, Not Easy", Mitte September in einem Instagram-Video seine drei Grundpfeiler für…

Meret Sandmann, Integrativer Gesundheitscoach und Sportphysiologin·aktualisiert 22. September 2026

Fitness ohne Schnickschnack: Warum Protein und Krafttraining den Unterschied machen

Ich sage es seit Jahren in meinem Coaching – und nun formuliert ein indischer Coach mit achtzehn Jahren Praxis genau das, was die meisten von uns seit Jahren überhören. Wie die Hindustan Times berichtet, hat Raj Ganpath aus Chennai, Gründer der Slow Burn Method und Autor von „Simple, Not Easy", Mitte September in einem Instagram-Video seine drei Grundpfeiler für Fitness benannt – und gleichzeitig der Fitnessindustrie den Teppich unter den Füßen weggezogen.

Seine Botschaft ist auch meine: Eine Handvoll Habits schlägt jedes Supplement, jedes neue Gerät und jede virale Trainingsmethode.

Protein: Gewohnheit statt Produktpalette

Die Zahl bleibt gültig: Etwa 1 bis 1,5 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht am Tag reichen aus, um Muskelmasse zu erhalten, Sättigung zu fördern und Heißhunger zu zügeln. Wer in jeder Mahlzeit – Frühstück, Mittag, Abendessen, Snack – eine Proteinquelle einbaut, hat den größten Teil der Arbeit erledigt. Eier, Hähnchen, Fisch, Quark, Hülsenfrüchte, Tofu. Was auch immer in den Alltag passt.

Der Rest ist Marketing. Protein-Pulver, -Riegel und -Biskuits existieren, weil Disziplin Mangelware ist – nicht weil normale Lebensmittel nicht genug Protein liefern würden.

Krafttraining: Fünf Muster, zwei bis drei Einheiten pro Woche

Beim Krafttraining wird es noch klarer. Ganpath nennt fünf Bewegungsmuster, die praktisch alles abdecken: Kniebeuge, Hüftbeuge, Drücken, Ziehen, Tragen. Zwei- bis dreimal pro Woche konsequent ausgeführt. Fertig.

Was damit wegfällt: die Jagd nach dem besseren Gym, dem neuen Coach, dem teureren Equipment. Wer das Setup jedes Quartal wechselt, trainiert nie lang genug, um progressive Überlastung tatsächlich aufzubauen. Konsequenz schlägt Ausstattung – und das gilt auch für Insulinsensitivität, Knochendichte und Glukoseregulation.

Ballaststoffe: Gemüse und Obst, fertig

Der dritte Punkt ist so banal, dass er gerne überlesen wird. Gemüse und Obst in jede Mahlzeit. Keine Kapseln, keine angereicherten Müslis, keine Chia-Pulver-Diät.

Praktisch heißt das: Haferflocken mit Apfel drin. Pasta mit Gemüse in der Soße. Brot mit Rohkost daneben. Ballaststoffe verlangsamen die Glukoseaufnahme, füttern das Mikrobiom, verlängern die Sättigung. Keine neue Erkenntnis – nur konsequent umgesetzt fehlt sie bei den meisten.

Der unangenehme Teil dieser Geschichte: Es war nie das Equipment, das gefehlt hat. Es war die Disziplin, Woche für Woche die gleichen einfachen Dinge zu wiederholen. Supplements und neue Geräte sind das teure Ablenkungsmanöver davon – und zwar für jeden, der im Training nicht weiterkommt und nicht ehrlich hinschauen will.